TURBOX – Neue Faltschachtelklebemaschine

Mit dem Ziel, die Produktion von handelsgerechten Verpackungssystemen (Shelf Ready Packaging/SRP) zu erhöhen, wendet sich das deutsche Unternehmen an den führenden Maschinenhersteller für die richtige Technologie.

Ein Bericht von Daniel Brunton, International Paper Board Industry
www.brunton.co.uk

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v.l.: Herbert Breuer, Geschäftsführer, Heiner Stelter, Werkleiter Rodenberg, Thomas Gissler-Weber, Geschäftsführer

Handelsgerechte und regalgerechte Verpackungen werden auf dem Markt bleiben. Ebenso der Wunsch, den Fasergehalt in jeglicher Art von Verpackung zu reduzieren. Heutzutage versucht jeder Nachhaltigkeitsstandards zu erzielen, die von verschiedenen Organisationen festgelegt werden. Der Handel liebt RRP/SRP da diese große Einsparungen bringen; der Verpackungsmittelhersteller mag die Idee, da sie eine Chance für neue Designs und Wettbewerbsvorteile birgt.

Dies ist genau das, was die führende deutsche Unternehmensgruppe Gissler & Pass bereits seit Jahren tut. „Handelsgerechte und regalgerechte Verpackungslösungen wurden von deutschen Verpackungsherstellern bereits seit vielen vielen Jahren vorangetrieben“, erklärt Thomas Gissler, Geschäftsführer. „In dem Bestreben, die Attraktivität ihrer Ladenlokale kontinuierlich zu erhöhen, haben sich deutsche Discounter wie Aldi und Lidl bereits vor 10 Jahren an die Verpackungsindustrie gewandt, um unsere Unterstützung zu erbitten, das Einkaufserlebnis ihrer Kunden aufzupeppen. Als Wellpappenindustrie haben wir dies durch eine hochwertige mehrfarbige Bedruckung und wirtschaftliche SRP-Lösungen erreicht, d.h. leere Regale können schnell, problemlos und kostengünstig bestückt werden. Da die genannten zwei Discounter schnell gewachsen sind, wuchs auch der Bedarf an regalgerechten und handelsgerechten Verpackungen und bei Gissler & Pass sind wir mit unseren maßgeschneiderten Lösungen ideal positioniert, um all unseren Kunden zu exzellenten Ergebnisse zu verhelfen.“

Das Unternehmen, welches sich auf alle Arten des Verpackungsdrucks spezialisiert hat  – von Flexo Vordruck bis hin zum Offsetdruck, ist einer der führenden europäischen Hersteller von qualitativ hochwertig bedruckten Verpackungen und Displays. Die Liste der Kunden enthält viele bekannte Namen. Gissler & Pass hat vier Standorte in Deutschland und erwirtschaftete 2008 einen Umsatz von 95 Mio. Euro. Der Hauptsitz befindet sich in Jülich, in der Nähe von Düsseldorf. Die anderen Standorte sind Kirchberg, Lorsbeck und Rodenberg. Sie haben folgende Spezialisierung:

  • Jülich: Offset-bedruckte Verpackungen und Displays
  • Kirchberg: Displaybau und Co-Packing
  • Lorsbeck:  Wellpappenproduktion, Flexobedruckte Verpackungen & Displays
  • Rodenberg: Wellpappenproduktion, Offset- & Flexo-bedruckte Verpackungen und Displays

Gissler & Pass ist Mitglied der Alliabox, einem Netzwerkunternehmen aus unabhängigen, inhabergeführten Wellpappenunternehmen, welches Verpackungsideen und -lösungen für paneuropäische Kunden herstellt. Das Netzwerk wurde im Mai 1995 gegründet und hat Werke in Europa und Skandinavien. „Die gewachsene ‚Macht‘ der Handelsunternehmen sowie der Handelsmarken hat uns als Verpackungshersteller in Zugzwang gebracht“, fährt Thomas Gissler fort. „Ein großer Vorteil des Netzwerks ist, dass wir unsere Erfahrungen mit Kollegen austauschen können, um die Bedürfnisse unserer paneuropäsichen Kunden optimal befriedigen zu können. Wir sehen z.B. ein bedeutendes Wachstum des Bedarfs an regalgerechten und handelsgerechten Lösungen in den Niederlanden und Großbritannien und so kann die Erfahrung, die wir in Deutschland gemacht haben, unseren Kollegen in den Märkten mit rasanten Entwicklungen zu Gute kommen.“

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Produktionserweiterung

“Unser kontinuierliches Wachstum über die Jahre verdanken wir sorgfältig erarbeiteten Investitionsstrategien, “ erklärt Herbert Breuer, Geschäftsführer. „Wir implementieren einen 10-Jahres Plan, der Maschinenanforderungen ebenso wie Standorterweiterungen und Kompetenzträger beinhaltet. Die schnelle Entwicklung von Shelf-Ready Packaging wurde in unseren letzten Plänen berücksichtigt und führte zu zwei neuen Klebemaschinen. Nachdem wir sorgfältig geprüft haben, was der Markt zu bieten hat, haben wir uns für die TURBOX Faltschachtel-Klebemaschine entschieden –  unsere Aufmerksamkeit wurde durch die hohe Flexibilität und die Fähigkeit, viele verschiedene Verpackungstypen zu verarbeiten, geweckt. Die erste Turbox wurde im Januar dieses Jahres in unserem Rodenberger Werk installiert, die zweite Turbox Anfang Juli in Jülich. Die Jülicher Maschine ist zusätzlich mit dem Mehrfach-Einleger TOPMATCHER ausgerüstet, und wenn wir diesen Maschinenzusatz einige Monate in Betrieb haben, werden wir überlegen, ob wir den Topmatcher auch in Rodenberg installieren.“

Gissler & Pass hat ein Entwicklungsteam von 18 Personen. Die Ergänzung der Turbox hat ihnen ermöglicht, ganz neue Ideen zu entwickeln. „Wir sind stolz auf unsere Innovationen bei Gissler & Pass und glauben, dass die neuen Klebemaschinen uns die Chance bieten, mit spannenden neuen Ideen auf den Markt zu kommen“, kommentiert Thomas Gissler. „Wir waren beeindruckt mit welcher Leichtigkeit die Maschine die Bandbreite verschiedener Verpackungsgrößen verarbeitet – nicht nur regalgerechte Verpackungen, sondern alle verschiedenen Verpackungsarten. Als wir dies festgestellt hatten, haben wir gemerkt, dass wir den Markt entwickeln müssen, um die Kapazitäten des Topmatchers ausfüllen zu können – dies ist der Grund, warum wir nur eine Maschine mit dem neuen System ausgerüstet haben. Wenn wir die Kapazität in Schwung haben, werden wir über eine zweite Maschine nachdenken.“

“Aufgrund ihrer Produktivitätsvorteile, der hohen Flexibilität der Maschinenkonfiguration und der Fähigkeit, jedes Wellenprofil verarbeiten zu können – von starker Doppelwelle bis hin zu feinster Mikrowelle – ist unsere Turbox Faltschachtel-Klebemaschine in der Verpackungsindustrie schnell zur ersten Wahl in der Herstellung neuer Verpackungsstandards geworden“, erklärt Ulrich Wolz, Leiter des Geschäftsbereichs Wellpappe-Verarbeitungssysteme bei der Bahmüller GmbH. „Heute produzieren Turbox Klebemaschinen zukunftsweisende Produkte, die innovative Verpackungshersteller wie Gissler & Pass benötigen und welche führende internationale Konsumgüterhersteller fordern. Und nun produziert die Turbox dank des Topmatchers mehrteilige Verpackungen. Bis zu drei Zuschnitte aus Wellpappe, stabiler Vollpappe oder einer Kombination aus beiden werden zu neuen Verpackungen  mit großem Mehrwert verarbeitet bei einer Dauergeschwindigkeit, die ein Vielfaches höher ist als das, was Maschinen noch bis vor kurzer Zeit erreichen konnten.“
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Fotos Bahmüller: Topmatcher – Mehrfacheinleger mit drei Zuschnitten;    SRP-Lösung

Herr Wolz fährt fort, “In wirtschaftlich anspruchsvollen Zeiten investieren Branchen-Gestalter für den nächsten Wachstumszyklus – und sie investieren in Technologien die sie an die Spitze bringen werden.“

Der Topmatcher ist ein neues System, um für die Herstellung von SRP-Lösungen die Spezialklebemaschine Turbox mit bis zu drei Wellpappenzuschnitten zu ‚versorgen‘.

Bahmüller betont, dass die neue Produktionseinheit eine Genauigkeit von +/- 1 mm aufweist, was für derart spezifische Verpackungsarten sehr wichtig ist. Die Einheit ist nur 2,5 m länger als der Standard-Einleger und hat die gleiche Breite. Dies ist von großer Bedeutung für den Platzbedarf.

Dank der Tatsache, dass drei verschiedene Zuschnittgrößen verklebt werden können, kann ein wesentlicher Anteil an Wellpappe eingespart werden. Aufgrund des modularen Designs der Turbox, kann der Topmatcher bei jeder bisher installierten Klebemaschine ergänzt werden. „Nach der Vorstellung des Topmatchers im  August 2008 wurden 80 % der neuen Turbox-Maschinen mit dem neuen Mehrfach-Einleger ausgerüstet“, bestätigt Herr Wolz. „Anwender erklären, dass sie seit dem Einsatz der neuen Turbox Topmatcher Technologie in der Lage sind, SPR Verpackungen mit einer Laufgeschwindigkeit von bis zu 10.000 Einschüben pro Stunde zu fahren.“

In Anerkennung der hohen Bedeutung dieser neuen Entwicklung hat der Hersteller kürzlich eine Auszeichnung erhalten. „Den Fefco-Innovationspreis 2009 in Silber erhalten zu haben war ein zusätzlicher Bonus und eine Anerkennung unserer Produktentwicklung, welche stets von Kundenanforderungen vorangetrieben wird“, erklärt Ulrich Wolz.

„Wir erwarten immer den höchsten Standard von unseren Maschinenlieferanten und wir sind sehr glücklich mit den neuen Klebemaschinen von Bahmüller“, schließt Thomas Gissler. „Auf dem Weg vom ersten Design der Turbox bis hin zur heutigen Maschinenkonstellation inklusive dem Topmatcher haben wir unsere Anforderungen positionieren können und das Know-how und die Erfahrungen von Bahmüller und Gissler & Pass zusammengeführt. Diese Entwicklungspartnerschaft hat zu einer unproblematischen Inbetriebnahme der Anlagen und zu einer von Beginn an sehr hohen Produktivität geführt. Wir sehen die Maschinen als Erfolgsfaktor für unser kontinuierliches Wachstum in den nächsten Jahren und sind gespannt auf die Chancen, die sie uns bieten.“

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