Sitzmöbel aus Wellpappe

Sitzmöbel aus Wellpappe zu bauen, die nicht zusammenklappen, wenn man sich hinsetzt, das war die schwierige Aufgabe, vor die Peter Lövenich, Lehrer für Technik an der Gesamtschule Langerwehe, seine Schülerinnen und Schüler stellte. Es war ein Projekt im Rahmen der Lernpartnerschaft zwischen der Gesamtschule Langerwehe und dem Jülicher Wellpappenhersteller Gissler & Pass. In der Unterrichtsreihe „Bauen und Wohnen“ des Wahlpflichtbereichs „Technik“ enstanden also Hocker, Stuhl, Bank, Sessel und Sofa. Und weil die Möbel neben der Funktionalität auch noch schön aussehen sollten, zeichneten die Schülerinnen und Schüler im Unterricht in Gruppenarbeit zahlreiche Skizzen.

Schmurr

Christof Schmurr, Verpackungsentwickler

Danach beurteilten die Jugendlichen die Entwürfe gemeinsam in Hinblick auf Baubarkeit und überarbeiteten sie unter Berücksichtigung der besonderen Materialeigenschaften der Wellpappe. Anschließend kam ein Fachmann der Firma Gissler & Pass in den Unterricht, um die jungen Möbeldesigner zu unterstützen. Christof Schmurr ist Mitarbeiter der Verpackungsentwicklung bei Gissler & Pass. Ihm stellten die Schülerinnen und Schüler ihre Entwürfe vor. Der Experte klärte über die besonderen Eigenschaften der Arten von Wellpappe auf und erklärte unter anderem Druck- und Zugfestigkeit. Gleichzeitig nutzte Christof Schmurr die Gelegenheit, seinem Publikum das Berufsbild des Verpackungsmittelmechanikers vorzustellen und näher zu bringen. Er berichtete dabei über seine eigene Tätigkeit im Unternehmen.
Schließlich konnten die Schüler nach genauer Planung und gewissenhafter Arbeit ihre Zeichnungen per E-Mail an die Firma Gissler & Pass schicken, die das Zuschneiden der Wellpappe übernahm. Dann wurden die Einzelteile in der Schule zusammengebaut und wer wollte, durfte Platz nehmen und Probesitzen.

bei der arbeit

Schüler & Schülerinnen bei der Arbeit

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