50 Jahre Werk Rodenberg

Kundentag 2011 in Rodenberg

Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des Werkes Rodenberg (Hannover) lädt Gissler & Pass am 27. Mai Vertreter internationaler Markenartikler und starker Handelsmarken ein, gemeinsam mit Experten über wesentliche Themen zu diskutieren, die die Papier- und Wellpappenindustrie derzeit beschäftigen. Darüber hinaus präsentiert der Verpackungsspezialist seinen Besuchern in einer umfassenden Produktausstellung neueste Verpackungs- und Displaylösungen sowie Trends im Bereich Druck und Veredelung.

 

migrationMigration von Mineralölen

Schlagworte wie Dioxine und Mineralölrückstände in Lebensmitteln verunsichern die Verbraucher und führen zu intensiven Diskussionen der Branche und der Politik. Umso wichtiger ist

es jetzt, die tatsächlichen Zusammenhänge zu kennen, zu analysieren und in der Kommunikation zu vermitteln.
Das Thema eines der drei Workshops, die Gissler & Pass seinen Gästen anbietet, lautet daher ‚Migration von Mineralölen und anderen Schadstoffen‘. Heinz Traussnig, Direktor Produktsicherheit bei Mayr-Melnhof Karton GmbH, Frohnleiten, Österreich, ist Experte auf dem Gebiet der Migration von Mineralölen und gibt einen Statusbericht der Situation: Wie kam die Diskussion ins Rollen, was ist Migration und wo liegen ihre Quellen, welche Maßnahmen zur Vermeidung von Mineralölübergängen wurden bisher ergriffen und welche rechtlichen Regelungen treten hier in Kraft.

Christoph Schmidt, Leiter Marketing & Vertrieb Packaging Offset bei Hartmann Druckfarben/ Sun Chemical, betrachtet die Situation anschließend aus Sicht der Druckfarbenhersteller.

Gissler & Pass hat bereits in den vergangenen Jahren die Umstellung auf die besten, derzeit am Markt verfügbaren Offsetdruckfarben (Lebensmittel-unbedenkliche Farben) eingeleitet und die herkömmlichen Farben, bis auf wenige einzelne Ausnahmen im Bereich der Metallicfarben, ersetzt. Darüber hinaus führt Gissler & Pass intensive Gespräche mit den Druckfarbenlieferanten sowie den Karton- und Papierherstellern, um weitere Verbesserungen mit Blick auf die Mineralölrückstände in Verpackungen zu erarbeiten. Das Unternehmen ergreift folglich alle in seinem Einflussbereich liegenden Maßnahmen, um eine Optimierung herbei zu führen: Einsatz von Lebensmittel-unbedenklichen Farben im Offsetdruck und wasserlöslichen Farben im Flexodruck sowie Verarbeitung von Wellpappenrohpapieren von anerkannten, vertrauenswürdigen deutschen und europäischen Lieferanten, die eine mineralöloptimierte Kartonqualität bieten und den heute gültigen Vorschriften wie (EG) Nr. 19535/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 27. Oktober 2004 und der Empfehlung XXXVI des Bundesinstituts für Risikoeinschätzung entsprechen.

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FSC-Zertifizierung

„Als verantwortungsvoll handelndes Unternehmen betrachten wir bei Gissler & Pass GmbH den Schutz der Umwelt als wesentlichen Bestandteil unserer Unternehmensphilosophie. Das gesteigerte ökologische Bewusstsein der Verbraucher und die wachsende Nachfrage nach Bio, Öko und Fair machen dies für uns unumgänglich. Die ausschließliche Verwendung von umweltfreundlichen Rohstoffen sowie der bewusste Einsatz von Energien stehen bei uns an oberster Stelle.“ Mit diesen Worten begrüßt Thomas Gissler-Weber, Geschäftsführer der Gissler & Pass GmbH, die Gäste zum zweiten Workshop des Tages – ‚FSC-Zertifizierung‘ (FSC = Forest Stewardship Council).

Alain Paul, unabhängiger Berater und Experte auf dem Gebiet der FSC-Zertifizierung, präsentiert im Anschluss die Bedeutung eines nachhaltigen Umgangs mit den Ressourcen und die Basics der FSC-Zertifizierung.

Gissler & Pass strebt die FSC-Zertifizierung aller Werke noch in diesem Jahr an. Als verarbeitendes Unternehmen holzartiger Rohstoffe fällt Gissler & Pass in die Kategorie „Produktkette“ und wird dementsprechend eine „Produktkettenzertifizierung“ umsetzen.

Mit dem FSC-Signet wird der Wellpappenspezialist zukünftig gegenüber seinen Kunden aus Handel und Industrie – und diese wiederum gegenüber dem Endverbraucher – den verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen und den Beitrag zur Vermeidung fortschreitender globaler Zerstörung der Wälder dokumentieren.

veredelungG&P-Trend: Druck und Veredelung

Eine umfassende Produktausstellung mit unterschiedlichsten Verpackungen, Displays und Promotion-Materialen gibt den Gästen einen Einblick in die Kompetenzfelder Entwicklung/Design, Bedruckung, Fertigung und Veredelung von Gissler & Pass.Schmuckverpackung_Internet

Dem Druck und der Veredelung kommen inzwischen eine entscheidende Bedeutung bei der Präsentation und Differenzierung von Marken am POS zu. Material, Lackeffekte, Metallisierung und Prägung schaffen ein außergewöhnliches Spannungsfeld sinnlicher Reize. Die Wahrnehmung optischer und haptischer Effekte sorgt für besonders starke Aufmerksamkeit. So können die wichtigen Markenbotschaften, wie Luxus, Eleganz und Wertigkeit, nachhaltig verankert und herausragende Erlebniswelten geschaffen werden.

Spezialisiert auf hochwertige Flexodruck- und Offsetproduktion verfügte Gissler & Pass im eigenen Hause nicht über die technischen Einrichtungen für Veredelungen wie z.B. Heiß- und Kaltfolienprägungen, Blindprägungen, Relief- oder Hologrammfolien. Als konsequenten Schritt im gelebten Qualitätsanspruch zog Gissler & Pass einen externen Partner hinzu. In „Die Druckveredelung Köch & Glasder“ fand G & P den geeigneten Partner für die Zusammenarbeit in diesem Segment. Welche Veredelungsmöglichkeiten realisierbar sind, zeigt die hochveredelte Schmuckverpackung für Wein und Champagner, die Gissler & Pass gemeinsam mit Köch & Glasder als Demonstrationsobjekt gestaltet und gefertigt hat.

 

toffifeeG&P-Trend: Innendruck

Die werbewirksame Gestaltung der Außenseite von Displays oder Regalverpackungen ist heute eine Selbstverständlichkeit. Was aber passiert, wenn die ersten Produkte entnommen sind und der Konsument eine unansehnliche „braune Lücke“ im Regal vorfindet oder auf die kahle weiße Innenseite des Displays schauen muss? Das aufgebaute Markenerlebnis bricht ein. Die Innenfläche von Verpackungen und Displays – und somit wertvolle Werbefläche – bleibt häufig noch völlig ungenutzt.
Gissler & Pass bietet in seinem Werk Rodenberg vielseitige Produktionsmöglichkeiten, um Verpackungen und Display kosteneffizient zweiseitig zu bedrucken: z.B. Außenbedruckung im Offsetverfahren, Innenbedruckung im Preprint/Rollenvordruck (Foto: Beispiel Toffifee-Tray), oder beide Seiten im Offset- bzw. Flexodruck oder aber eine Kombination aus Offset- und High Quality Flexodruck – je nach Druckmotiv, Auflage, Verwendungszweck und Budget. Speziell der Flexodruckbereich ist in Rodenberg 2010 stark ausgebaut worden. Das Werk verfügt nunmehr über eine 5-Farben Flexodruckmaschine mit Infrarot-Trocknung, was die Fertigungsmöglichkeiten deutlich erweitert.

50 Jahre Werk Rodenberg

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1960 an der Baugrube: v.l. Hertha Gissler, Bauunternehmer Hr. Ebeling und Richard Gissler-Weber

 

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1961 Fest zur Einweihung des Werkes Rodenberg

 

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Die Suche von Dr. Richard Gissler-Weber nach einem geeigneten Produktionsstandort für die Belieferung von Kunden aus dem Norddeutschen Raum endete 1960 in Rodenberg. Geleitet durch Industrieangebote und Arbeitskräftebewertungen galt die Gemeinde Rodenberg seinerzeit als optimaler Standort für ein Zweigwerk des Jülicher Wellpappenunternehmens. Die 1961 fertig gestellte Produktionshalle bemaß damals stolze 115 x 35 Meter und umfasste neben kleineren Maschinen für die Wellpappenverarbeitung als Herzstück die 87 Meter lange Wellpappenanlage.

Die erste Ausbaustufe schloss sich relativ zeitnah an – bereits 1967 wurde eine zweite Fabrikhalle in Rodenberg errichtet. Nachfolgend die wesentlichen Investitionen und Modernisierungen der vergangenen Jahre im Überblick:

1999Modernisierung & Erweiterung des Produktionsspektrums an der WPA um G-Welle und E-Welle
1999Erweiterung der Produktionsmöglichkeiten auf das Kaschieren von offsetbedruckten Bögen mittels einer Bogen-Bogen-Kaschieranlage
2002Neubau: Erweiterung der Produktionsflächen um ca. 70 % des Altbestandes
2003Erweiterung des Flachstanz- und des Klebebereiches um jeweils eine Maschine
2004Aufbau und Inbetriebnahme einer Inline-Kaschieranlage im Parallelbetrieb zur WPA
2005Ausbau von Büroflächen für die neuen Herausforderungen im Bereich der Verpackungsentwicklung
2005Austausch einer Einseitigen C-Welle in ein Wechselaggregat für E, B, C-Welle
2009Dritte Faltschachtelklebemaschine für besondere Klebelösungen
2010Investitionsprogramm Flexodruck: Upgrade der vorhandenen 3-Farben Druckmaschine auf fünf Farbwerke mit Zwischen- und Endtrocknung
Eckdaten des Werks

Mitarbeiter 2010: 120
Umsatz 2010: 27 Mio EUR
Kapazität: 60 Mio qm

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Luftaufnahme des Werkes Rodenberg heute.

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