Abschied von Dr. Richard Gissler-Weber

Am 04. Juni 2010 nahm die Firma Gissler & Pass im Rahmen einer Gedenkfeier Abschied von ihrem Seniorchef Dr. Richard Gissler-Weber. Dr. Gissler-Weber verstarb am 23. Mai 2010 nach einem erfolgreichen Leben im Dienste seiner Firma und Familie im Alter von 80 Jahren.

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Beiratsvorsitzender Dr. Bertram Deininger, Betriebratsvorsitzender Bruno Jansen, Sohn und Geschäftsführer Thomas Gissler-Weber sowie Ehefrau Rosemary Gissler-Weber würdigten den Verstorbenen in ihren Traueransprachen.

Für die vielen Beileidsbekundungen und tröstenden Worte seitens der Menschen, mit denen Dr. Richard Gissler-Weber viele Jahre freundschaftlich und beruflich verbunden war, bedanken wir uns ganz herzlich.

Nach seiner Promotion zum Doktor der Philosophie begann Dr. Gissler 1954 seine Laufbahn in dem Jülicher Familienunternehmen Gissler & Pass. 1960 trat er in den Vorstand des Unternehmens ein und wurde 1969 zum Vorstandsvorsitzenden. 2004, zu seinem 50. Dienstjubiläum, zog sich Dr. Gissler-Weber aus dem aktiven Geschäftsleben zurück und übergab die Geschicke an seinen Sohn Thomas Gissler-Weber.

Mit seinem Mut und seiner Beharrlichkeit sowie der Verlässlichkeit für seine Mitarbeiter legte Dr. Gissler-Weber in den Jahren zwischen 1960 und 1974 den Grundstein für das heutige Bild von Gissler & Pass als Wellpappenunternehmen: Die Gründung des Wellpappenwerkes Rodenberg (1960), der Erwerb der Dürener Druck- und Verpackungsgesellschaft Schüll & Co. (1963), der Bau des Wellpappenwerkes Lorsbeck (1970) und die Gründung der PAFA- Papier-Faser Handelsgesellschaft (1974) gingen Schlag auf Schlag.

Neben seinen beruflichen Aufgaben als Unternehmer nahm Dr. Gissler-Weber in beachtlichem Umgfang ehrenamtliche und soziale Tätigkeiten wahr. 20 Jahre war er ehrenamtlicher Richter am Sozialgericht Aachen, 13 Jahre war er Vorsitzender des Industrie-Verbandes Jülich, viele Jahre war er Vorstandsmitglied der Vereinigten Industrie-Verbände Düren, Jülich, Euskirchen; ebenfalls viele Jahre war er Vorstandsmitglied des Verbandes der nordrhein-westfälischen Papier-Industrie.
Sein Engagement in Wissenschaft, Forschung und Lehre umfaßte die Mitbegründung der „Gesellschaft der Freunde der Fachhochschule Aachen/ Jülich“ (GFHJ) sowie eine jahrzehnte lange Mitgliedschaft der Paracelsus-Gesellschaft, Salzburg und der Schweizerischen Paracelsus-Gesellschaft in Einsiedeln.

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